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Ein kurzer Blick auf die Plejaden Messier 45

Hinter dem Namen „Plejaden“, als Messier 45 katalogisiert und volkstümlich als „Siebengestirn“ bezeichnet, ist heller, offener Sternhaufen im Sternbild Stier. Er liegt etwa in der Mitte 440 Lichtjahre von uns entfernt. Mit einem Alter von nur 125 Millionen Jahren sind er relativ jung und besteht aus 400 teilweise sehr hellen, blau-weiß leuchtenden Sternen. Durch sein geringes Alter sind die Plejaden noch in die Reste des Gaswolke eingehüllt, aus denen sie seinerzeit entstanden.
Der Sternhaufen ist vom Spätherbst an, über den Winter hindurch bis ins Frühjahr, mit bloßem Auge als Ansammlung von 6 bis 8 Sternen hoch am Himmel zu erkennen. Noch besser wirkt die Sternansammlung im Fernglas oder einem schwachvergrößernden Weitwinkelteleskop.
Mit einem realen Durchmesser von 45 Lichtjahren erscheint sie bei uns am Himmel rund 100 Bogenminuten, also knapp 2 Winkelgrad (4 Vollmonddurchmesser) groß. Daher ließ sich mit dem Weitwinkelastrographen der Sternwarte nur der innere 1-Grad-große Kernbereich abbilden. Dafür zeigen sich aber auch bei nur 30 Minuten Belichtungszeit hier bereits einige schöne Details in den Nebelstrukturen.