Nach dem Auftauchen eines riesigen coronalen Lochs in der Sonnenatmosphäre in den Tagen zuvor sorgte ein darauf folgender starker Plasmaausbruch im Bereich des Sonnenflecks AR 4341 für eine schnelle Plasmawolke in Richtung Erde. Dort traf sie am 19. Januar gegen 19:30 Uhr auf die Hochatmosphäre und sorgte für einen der stärksten Polarlichtausbrüche der letzten Jahre.
Da der Sternwartenstandort Huchenfeld leider komplett im Nebel lag, sind wir etwas aufs benachbarte Biet hochgefahren. Dort entstanden rund 300 Bilder des gesamten Ablaufs der sehr heftigen Polarlichterscheinung, die in der Spitze einen durchschnittlichen KP-Wert von 8,6 erreichte.
Einige Beispielbilder zeigen die zahlreichen roten und grünen Vorhänge aus Licht in der Hochphase des Ausbruchs. Als sich gegen Mitternacht das Polarlicht in Richtung Norden und Westen zurückzog und dann zunehmend verblaste, stellten wir die fotografische Beobachtung ein.
Ergänzend ist noch ein Bild mit Reflexionen im Autodach beigefügt, das gibt eine tolle Wahrnehmung der Helligkeit wiedergibt.
Aber auch von Huchenfeld aus konnten wir ein Bild des Polarlichts machen. Eine vom Sternwartengelände aus gestartete Drohne flog bis über die Nebelschicht. So anstand ein beeindruckendes Bild vom Polarlicht über dem komplett im Nebelmeer liegenden Huchenfeld mit der grell ausgeleuchteten Hauptstraße (unten Mitte).























