In den frühen Morgenstunden zeigt der gerade aufgegangene „Fast“-Vollmond seine Strukturen am Westrand mit schönem Schattenwurf. Der richtige Zeitpunkt, mit dem Teleskop einen Blick zur Region des Kraters Grimaldi am Rand des Oceanus Procellarum zu werfen.
Grimaldi ist ein riesiger Krater, ein lavaüberflutetes Becken, dessen 222 Kilometer durchmessender innerer Kraterwall die Ebene begrenzt. Der äußere, viel höhere Kraterwall misst rund 430 Kilometer. Aus dem Wall entspringt nach Süden gerichtet die 230 Kilometer langer Bodenrille Rimae Grimaldi.
Im Süden an Grimaldi anschließend findet sich der ältere, im Umriss weitgehend zerstörte Krater „Rocca W“ , der rund 90 bis 100 Kilometer misst.
Östlich von Grimaldi findet sich bis an der Rand des Oceanus Procellarum das Kraterfeld Damioseau. Der Hauptkrater misst 37 Kilometer und zeichnet sich durch zahlreiche Feinstrukturen am Kreaterboden aus.
Am südlichen Rand des Bildes finden sich die Krater der Sirsalis-Gruppe, die lava-überflutet bis in das Oceanus Procellarum hineinreichen. Die 426 Kilometer lange, breite Rille Rimae Sirsalis ist bereits im kleinen Teleskop gut zu beobachten.

